08.05.2026
Vielfältige Kulturerlebnisse auf Kreta
Gruppe der VR-Bank besuchte die Sonneninsel in der Ägäis
In der letzten Aprilwoche, hat sich eine Reisegruppe der VR-Bank zur Sonneninsel Kreta auf den Weg gemacht. Das mediterrane Paradies in der Ägäis wartet mit einer reichen Geschichte auf, die bis in die antike minoische Zivilisation zurückreicht. Kreta ist eine Insel der Vergangenheit und der Gegenwart. Hier verschmelzen moderne Annehmlichkeiten und traditioneller Charme.
Ausgangspunkt für alle Unternehmungen war die Stadt Chersonissos, an der Nordküste von Kreta gelegen und rund 20 Kilometer von der Hauptstadt Heraklion entfernt. Gleich am ersten Tag stand Geschichte auf dem Tagesprogramm. Das legendäre Labyrinth von König Minos, die 4.000 Jahre alte Palastanlage von Knossos, war das Ziel. Die Insel Kreta wird gemeinhin als die Wiege der europäischen Kultur bezeichnet. Die erstaunlichen Fähigkeiten der Minoer in Architektur, Handwerk und Kunst sind anhand der Funde auf Kreta belegt. Die Reiseteilnehmer erlebten die erste europäische Hochkultur „zum Anfassen“ hautnah in den Ausgrabungen von Knossos. Weiter ging es zum Besuch des umfangreichen Archäologischen Museums in Heraklion. Anschließend wurde noch das historische Zentrum von Heraklion mit seiner Altstadt erkundet.
Die alte Hauptstadt und ein Insel-Ausflug
Weiter ging die Reise zur Lassithi-Ebene. Dieses fruchtbare Hochplateau liegt mitten im Lassithi-Gebirge auf 1.000 Metern Höhe und wird von Bauern besiedelt und bewirtschaftet.
Dank der künstlichen Bewässerung, die die Venezianer eingeführt haben, entstand hier ein Anbaugebiet für Kartoffeln, Getreide und Kernobst. Im kleinen Nonnenkloster Kera, das zu den wichtigsten religiösen Zentren Kretas zählt, konnte die Gruppe ein wundertätiges Marienbildnis betrachten, das angeblich von Lazarus gemalt wurde.
Chania, die alte Hauptstadt von Kreta, war für viele Reiseteilnehmer der Höhepunkt der Reise, da diese Stadt nicht zu Unrecht als Kretas schönste Stadt beschrieben wird. Nach einem Stadtrundgang mit Besichtigungsprogramm, wurde die Gruppe in die Freizeit entlassen, um bei einem Bummel die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Fast die komplette Gruppe beteiligte sich am nächsten Tag an dem optionalen Ausflug zur Insel Spinalonga. Als „Insel der Aussätzigen“ hat die venezianische Festungsinsel Spinalonga touristische Karriere gemacht. Von 1913 bis 1957 war sie Verbannungsort für Leprakranke. Innerhalb der mittelalterlichen Mauern lebten die kranken Menschen in völliger Isolation, in einem von ihnen selbst errichteten Dorf. Dies ist natürlich längst Geschichte, heute präsentiert sich Spinalonga als kleine, malerische Mittelmeerinsel. Ein herrlicher Rundblick bot sich von der venezianischen Festung aus.
Das Fischerdorf Matala, dass sich in den letzten Jahren zu einem beliebten kleinen Ferienort entwickelt hat, stand am letzten Reisetag noch auf dem Programm. Nach dem griechischen Mythos soll dort Zeus in Stiergestalt mit der von ihm entführten phönizischen Prinzessin Europa an Land gegangen sein. Zu Zeiten des Vietnamkriegs machte sich Matala als Hippie-Hochburg einen Namen. Heute ruft das jährlich stattfindende Matala-Festival alte Erinnerungen wach.
Mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen kehrte die Reisegruppe in die Heimat zurück.
Vilsbiburger Zeitung, Fotos: Hubert Dietrich