Gebietsversammlung der VR-Bank Isar-Vils im „Zollhaus“

Fusion erfolgreich umgesetzt

Rechenschaft über ein Geschäftsjahr, das von der Fusionierung der Raiffeisenbank Geisenhausen und VR-Bank Vilsbiburg zur neuen VR-Bank Isar-Vils eG geprägt war, hat der Vorstand am Donnerstag im Gasthaus „Zollhaus“ abgelegt. Fazit: Die Fusion ist geglückt. Mitarbeiter und Organisation sind zusammengewachsen, Kunden und Mitarbeiter profitieren von einem größeren Institut, und die Bank selbst hat sich für die Zukunft gerüstet.
Die vorgelegten Zahlen waren bezogen auf das schwierige Marktumfeld und im Vergleich zu Banken ähnlicher Größe zufriedenstellend. Turnusgemäß wurden neue Mitgliedsvertreter gewählt, ein besonders langjähriges Mitglied geehrt und Ludwig Frischmann stellte sich als neuer Vorstand vor.


Die Fusionierung hat einige Neuerungen gebracht. Eine davon ist, dass die bisherigen Mitgliederversammlungen nun in sechs Gebietsversammlungen aufgeteilt sind. Eine Entscheidung, welche die Kundenverbundenheit dokumentieren soll. Von den 1059 Mitgliedern der Filialen Kumhausen, Landshut Flurstraße und Landshut Savignystraße waren rund 100 Mitglieder in das „Zollhaus“ gekommen.


Vorstandsvorsitzender Anton Schaumeier berichtete über das Geschäftsjahr 2017. Die Herausforderung, technische und organisatorische Unterschiede in eine neue Struktur zu überführen, sei durchaus spannend gewesen. Gelingen konnte sie, weil die Mitglieder der Genossenschaftsbank dahinterstanden, technische Probleme meist schnell gelöst waren und vor allem, weil Geschäftsleitung, Aufsichtsrat und Mitarbeiter zusammengearbeitet hätten. Dabei seien die Aufgaben der Bank nicht vernachlässigt worden. Wenn auch die niedrige Zinspolitik ihren Tribut verlangt habe, konnte man letztlich ein zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaften. Kundenkredite konnten ausgeweitet, Kundeneinlagen gewonnen werden. Verstärkt habe man das Engagement auf dem Immobilienmarkt. War man in Vilsbiburg schon sehr gut eingebunden, gehe man nun auch in Landshut konsequenter in den Markt, der sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt habe.

Wichtig bleibt Betreuung der Kunden vor Ort

Wichtig ist dem Vorstand nach wie vor die Betreuung der Kunden vor Ort. Wenngleich die Filiale Reichlkofen geschlossen wurde und die Öffnungszeiten der Filiale Bonbruck von fünf Tagen auf zweieinhalb Tage rückgeführt wird, sehe man das Filialkonzept nach wie vor als wichtig an.


Ein kurzer Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 zeigte neue Herausforderungen. Noch völlig ungewiss seien die Folgen der Digitalisierung, siehe elektronisches oder Krypto-Geld. Abschließend war für die Mitglieder erfreulich, dass die Dividende unverändert bei vier Prozent bleibt.


Aufsichtsratsvorsitzender Walter Deinböck bestätigte den Geschäftsbericht und sieht die neue Bank auf gutem Weg, weiteres Wachstum zu generieren. Vorstand Michael Findelsberger leitete zur Wahl über. In sechs Wahlbezirken sind insgesamt 158 Vertreter zu wählen, im Bezirk Landshut/Kumhausen 15 Mitglieder. Das Ergebnis werde in den Filialen aufgelegt.
Seit 1. Juni ist Ludwig Frischmann für Richard Erhardsberger in den Vorstand nachgerückt und zuständig für EDV, Revision und Kreditwesen. Er nutze die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen, seinen beruflichen Weg aufzuzeigen und auch Einblick in sein Denken und Handeln zu geben.


Ein Zeichen der Wertschätzung für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt Wolfgang Schulze. (Landshuter Zeitung, 13.07.2018- bau-)

Wolfgang Schulze (Dritter von links) wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Es gratulieren Aufsichtsrat und Vorstand: Walter Deinböck, Josef Müller, Anton Schaumeier, Michael Findelsberger, Ludwig Frischmann (von links). Foto: bau