07.05.2009 VZ: Ein überwältigendes Südafrika

Für das Reiseland Südafrika trifft sicherlich der Slogan „Die Welt in einem Land“ am Besten zu. Am südlichen Ende Afrikas kombiniert der schwarze Kontinent alle seine Reize. Eine Reisegruppe der VR-Bank Vilsbiburg, unter Begleitung von Vorstand Hubert Dietrich mit Ehefrau Renate, hat in einer Rundreise Menschen, Tiere und Landschaften von Südafrika kennen gelernt.

Im Land am Kap leben Menschen verschiedenster Kulturen neben- und miteinander. Moslems, Hindus und Christen, Schwarze neun verschiedener Hauptstämme, Weiße aus aller Welt und die „Coloureds“, die farbigen Nachkommen weißer Seefahrer und Siedler, der Khoi und San, schwarzer Sklaven aus Westafrika und Mosambik. Ein faszinierendes Vorbild wie Menschen unterschiedlichster Herkunft und Glaubensrichtungen friedlich und wirtschaftlich erfolgreich gemeinsam in einem Staat zusammenleben können. Dies war beileibe nicht immer so. 1994 wurde der einstige Staatsfeind Nr. 1, Nelson Mandela, der erste schwarze Staatspräsident Südafrikas. Die Reisegruppe konnte die fünften demokratischen Parlamentswahlen in Südafrika hautnah miterleben. Als Wahllokale wurden in den Ortschaften kleine Zelte aufgestellt, an denen sich lange Warteschlagen zur Stimmabgabe einfanden.

Auf der Fahrt zum Krüger Nationalpark, wurde auch eines der Naturwunder von Südafrika, der Blyde River Canyon mit 26 km Länge und bis zu 800 Meter Tiefe besichtigt. Faszinierende Ausblicke boten sich hier den Reiseteilnehmern. Am nächsten Tag begann die Pirschfahrt durch den Krüger Nationalpark im offenen Geländewagen bereits um 6 Uhr morgens. Das frühe Aufstehen wurde belohnt: Elefanten, Nashörner, Löwen, Büffel, Giraffen, Flusspferde, Krokodile und eine Vielzahl von Antilopenarten, wurden von den Kameras der Teilnehmer aufgenommen. Ein besonderes Erlebnis war das Löwenrudel das sich über ein verendetes Nashorn freute, sowie die scheue Tüpfelhyäne die gemächlich über die Straße spazierte.

Weiter ging die Fahrt durch Swaziland, Zululand nach Durban, an den indischen Ozean. Die rund 1 600 Kilometer von Durban nach Kapstadt wurden mit dem Flugzeug zurückgelegt. Nachdem es das Wetter gut meinte, wurde sofort die Fahrt mit der Seilbahn auf den Tafelberg unternommen. Hier bot sich den Reiseteilnehmern eine faszinierende Aussicht auf Kapstadt. Ein absolutes Muss stellt auch die Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung dar. Am südwestlichsten Punkt Südafrikas treffen der Indische und der Atlantische Ozean zusammen. Auf der Rückfahrt wurde eine unter deutscher Leitung betriebene Straußenfarm besucht sowie die ein Stopp bei der Pinguinbucht eingelegt. Einen kulinarischen Höhepunkt stellte der nächste Reisetag dar. Es ging zum Weinland nach Stellenbosch, nach Kapstadt die zweitälteste Stadt des Landes. Das Weinland um Stellenbosch ist nicht nur eines der bekanntesten Weinbaugebiete Südafrikas, sondern auch das älteste und landschaftlich reizvollste.

Die Vorbereitungsarbeiten auf die im nächsten Jahr stattfindende Fußballweltmeisterschaft in Südafrika waren allgegenwärtig. Enorme Bautätigkeiten am Straßennetz, an Gebäuden oder an den Stadien selbst gab es zu sehen. Die Reisegruppe hat ein wunderschönes Land besucht, das sicherlich für jeden Teilnehmer unvergesslich bleiben wird.